House of Gestures – Ein Abend mit und von Hannes Schüpbach
Donnerstag, 12.3.18.30 Uhr
mit
Patrick Beurard-Valdoye
Ying-Hsueh Chen
Friederike Kretzen
Conrad Steinmann
Werner von Mutzenbecher
TEXT — FILM — MUSIK — FILM — TEXT — MUSIK — FILM
Das von dem Künstler Hannes Schüpbach konzipierte Programm vereint unterschiedliche Gattungen zu einer Feier der Künste und lässt die unterschiedlichen Medien sich gegenseitig erweitern.
Gezeigt wird eine Auswahl seiner eigenen Filme sowie Filme seines guten Freunds und Lehrers Werner von Mutzenbecher. Während die Schriftstellerin Friederike Kretzen und der Dichter Patrick Beurard-Valdoye den Abend poetisch und literarisch bereichern, wird der Abend von der Perkussionistin Ying-Hsueh Chen sowie dem Flötisten Conrad Steinmann musikalisch getragen.
18.30–20.30 Uhr
Dauer des Programms: ca. 95 Minuten
Im Anschluss sind alle herzlich zu Austausch, Getränken und Zopf eingeladen.
Eintritt: 15 CHF
Die neue Publikation "Hannes Schüpbach – House of Gestures“ (VFMK, Wien), mit Texten von Patrick Beurard-Valdoye, Adam Pugh und Steven Ball, ist am Abend erhältlich. Ebenso ausgewählte Publikationen der teilnehmenden Künstler*innen.
Patrick Beurard-Valdoye
Dichter, Texte über Kunst, lebt in Paris und im Territoire de Belfort. Dozentur für arts poétiques an der École nationale supérieure des Beaux-Arts de Lyon bis 2022. Sein Cycle des exils besteht aus insgesamt acht Büchern mit pluriformen poetischen Texten, darunter Le narré des îles Schwitters (2007, Al Dante), Gadjo-Migrandt (2014), Flache d’Europe aimants garde-fous (2019), and Lamenta des murs (2024, alle bei Flammarion). Die Live-Rezitals des Dichters betonen eine gestische Qualität seiner Langgedichte.
Ying-Hsueh Chen
Perkussionistin und Performerin, Kopenhagen. Sie konzipiert und leitet die Konzertreihen Sonic Architecture und Ancestral Modernism. Für ihre Auftritte wählt sie Architektur mit ausgeprägten Formen und besonderen akustischen Eigenschaften. Die Räume können rein funktional, sakral oder der Fantasie entsprungen sein. Sie kombiniert archaische und neue Formen asiatischer Musik mit zeitgenössischer westlicher Musik und bezieht die Zuhörenden mit ihrem schamanistischen Fokus ein. Ihre Filme Mani.Matta (2019), Dark Radiance (2023), Mirage: An Architectural Sonic Experience (2025), realisiert mit Rikke Benborg, choreographieren Performance und Architektur.
Friederike Kretzen
Schriftstellerin, Essayistin, Dozentin für literarisches Schreiben, Basel. Ihre neueren Romane, Natascha, Véronique und Paul (2012), Schule der Indienfahrer (2017, beide Stroemfeld) und Bild vom Bild vom grossen Mond (2022, Dörlemann) drehen sich in einer elliptischen Prosa, mit ungewohnten Sprachbildern und verschlungenen Rückblenden, um Aufbrüche. Es geht um das Reisen und die Wiederkehr von Erinnerung angesichts des Andern, das in der Ferne begegnet.
Conrad Steinmann
Blockflöten- und Aulos-Spieler, Winterthur. Bis 2019 Dozent an der Schola Cantorum Basiliensis. Nebst einem Repertoire vom Barock bis zur Neuzeit vertieft er sich in die Klangmöglichkeiten von bis heute im Nahen Osten gespielten Instrumenten. Darauf lässt er eine Musik erklingen, die in die Vergangenheit hört. In Zusammenarbeit mit Paul J. Reichlin entstehen rekonstruierte Instrumente der griechischen Antike als Grundlage für imaginierte Musik des 5. und 6. Jh. v. u. Z., die er mit seinem Ensemble Melpomen aufführt.
Werner von Mutzenbecher
Maler, Zeichner, Autor von Filmen, Gedichten und Prosatexten, Basel. Leiter der Klasse für freies bildnerisches Gestalten an der Schule für Gestaltung Basel von 1988 bis 2000. Neben der Malerei entstehen bereits früh dichterische Texte und ab 1968 Filme. Dabei treten bildhafte Darstellung, performative Aktion und Sprache in einen engen Austausch. 2022 fand im Kunsthaus Baselland eine von Ines Goldbach kuratierte Ausstellung zu den unterschiedlichen Facetten seines Werks statt. Gleichzeitig erschienen erstmals Gedichte in Buchform, Die Gedichte (Athena-Verlag).
Hannes Schüpbach
Bildender Künstler, Autor von Texten über Kunst, Basel (ab 2026). Stills and Movies, 2009 präsentiert von Adam Szymczyk in der Kunsthalle Basel, zeigte die konzeptuellen Verbindungen zwischen seinen Installationen, Performances und Filmen. Sie führen in eine Bewegung und entfalten sich im Gedächtnis. Filme wie L’Atelier (2007), Spin / Verso / Contour (2011), Instants (2012), Essais(2020) sowie die Installation Explosion der Wörter (2021), die auf die gelebten Räume des Londoner Dichters und Sprachaktivisten Stephen Watts antwortet, drehen sich um die Entstehung von Kunst. Er hat über Filme und Gedichte von Werner von Mutzenbecher und über den Cycle des exils von Patrick Beurard-Valdoye geschrieben.