Leitbild
Plattform für junge Kunstschaffende
Das Kunsthaus Baselland gehört zu den führenden Ausstellungshäusern für regionale, nationale und internationale zeitgenössische Kunst im Raum Basel. Seit 1998 bietet die Institution Künstler*innen eine Plattform für ihre Präsentation im Rahmen von Einzel-, Gruppen- oder thematischen Ausstellungen. Zahlreiche regionale, teilweise aber auch internationale Kunstschaffende erhalten hier ihren ersten institutionellen Auftritt in der Schweiz oder in Europa.
Regional und international
Das kuratorische Programm fokussiert auf das zeitgenössische Kunstgeschehen der Region Basel und bettet dieses im Rahmen von internationalen und überregionalen Ausstellungen in den internationalen Diskurs ein.
Auseinandersetzung mit Architektur und Ort
Das Kunsthaus Baselland unterstützt und fördert die Schaffung neuer Werke, die sich mit der Architektur des Kunsthauses oder/und der Region Basel auseinandersetzen. Viele der eingeladenen lokalen, nationalen, aber auch internationalen Künstlerinnen und Künstler werden unter der aktuellen kuratorischen Leitung dazu animiert, neue, teilweise grossformatige Werke und Werkkomplexe explizit für den Ort zu entwickeln.
Zugänge zur Kunst schaffen
Das Kunsthaus Baselland nimmt als öffentliche Institution seinen Bildungsauftrag wahr und bietet ein fundiertes Vermittlungsprogramm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, das konsequent weiter auf- und ausgebaut wird.
Lebendiger Diskurs
Das Kunsthaus Baselland soll ein lebendiger Ort des Austauschs und der fundierten Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst sein. Das Ausstellungsprogramm wird deshalb trotz eingeschränkter Mittel durch Publikationen, Vorträge und Gespräche mit Künstlerinnen und Künstlern, Kulturschaffenden und Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Bildung erweitert. Durch die Zusammenarbeit mit benachbarten und international agierenden Hochschulen und Initiativen öffnet das Kunsthaus seine Türen für Studien zu Kunstschaffenden und ihren Werken.
Kunsthaus Baselland, Juni 2024. Foto: Pati Grabowicz

Neues Kunsthaus Baselland 2024. Foto: Finn Curry
Direktorin/Kuratorin
Dr. Ines Goldbach
Direktionssassistenz
Martina Stähli
Kommunikation/Publikationen/kuratorische Assistenz
Ines Tondar
Organisationsbüro
Salome Tramèr
Ausstellungstechnik
Finn Curry
(Technische Co-Leitung)
Oliver Minder
(Technische Co-Leitung)
Sylvain Baumann
Colin Barth
Jacob Ott
Jack Young
Vermittlung
Leonie Vogt
Katharina Anna Wieser
Yola Rey Büchler
Olga Madjinodji
Lara Thomann
Tiziana Fässler
Praktikum
Eva Grüninger
Empfang
Pia-Rosa Dobrowitz
Yasmin Emmenegger
Kaspar Flück
Grégoire-Cesare Marcel
Madeleine Mavambu
Paula Santomé
Nicole Schuler
Geschichte
In den 1930er-Jahren begann im Kanton Basel-Landschaft mit der Gründung des kantonalen Kunstkredits eine systematische, institutionelle Kunstförderung. Die Kommission des Kunstkredits organisierte im Zwei- bis Dreijahresrhythmus Kunstausstellungen und kaufte unter anderem daraus Bilder und Grafiken an. Es begann eine Sammlung basellandschaftlicher Kunst zu wachsen. In der Folge kam es 1944 zur Gründung der privaten Basellandschaftlichen Kunstvereinigung, dem heutigen Kunstverein Baselland. Durch Ausstellungen und Ankäufe wollte er explizit einheimisches Kunstschaffen fördern. Während Jahrzehnten veranstaltete der Kunstverein im Schloss Ebenrain – das der Kanton 1952 ankaufte –, Ausstellungen von Baselbieter Künstler*innen. Mangels eigener Ausstellungsräume musste der Verein auch auf leerstehende Fabriken, Geschäftsliegenschaften, Schulhäuser oder Tramdepots ausweichen.
Eigene Ausstellungsräume
Im Sommer 1997 erwarb der Verein das ehemalige Fabrikgebäude an der St. Jakob-Strasse 170 in Muttenz und erfüllte sich damit einen langgehegten Wunsch nach einem eigenen Ausstellungshaus. Federführend war hierbei der damalige Präsident des Kunstvereins, Richard Hersberger. Kurze Zeit später wurde das Kunsthaus Baselland in einem ehemaligen Fabrikgebäude mit circa 1400m² Ausstellungsfläche in Muttenz eröffnet, welches 25 Jahre als Wirkungsstätte für künstlerische Auseinandersetzungen diente.
Neubau
2024 bezog die Institution ein neues Gebäude in Münchenstein, entworfen von Buchner Bründler Architekten, transformiert von einer ehemaligen Champagner-Lagerhalle in einen Ort für zeitgenössische Kunst. Im Verbund mit der Nachbarschaft auf dem Dreispitz, sei es Schaulager, Hochschule für Gestaltung und Kunst, HEK (Haus für Elektronische Künste), Atelier Mondial, Radio X, wichtige Architekturbüros wie jenes von Herzog & de Meuron, sowie viele Anwohner*innen, wird das Kunsthaus Baselland als Teil eines aufstrebenden Areals in die Zukunft geführt.
Das Kunsthaus Baselland ist vom Bahnhof SBB Basel in wenigen Minuten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Professionelles Kuratorium
Das Kunsthaus Baselland wird von einem professionellen Kuratorium geleitet, das vom Vorstand des Kunstvereins gewählt wird.
Präsident*innen des
Kunstvereins Baselland
1944: Gründung des Kunstvereins Baselland
1944–1954 Karl Gnemmi, Liestal (Gründungspäsident)
1954–1964 Willy Arnold,Architekt, Liestal
1964–1974 Heinrich Stalder, Liestal
1974–1999: Richard Hersberger, Muttenz. Verantwortlich für den Kauf (10. Mai 1997) und Einzug (Ende 1997) des Kunstvereins Baselland in das Kunsthaus Baselland in Muttenz
1999–2001: Siegfried Bläuer, Sissach
2001–2002: Annina Zimmermann, Münchenstein (interimistisch)
2002–2012: Manuela Eichenberger, Binningen
2012–2017: Anthony Vischer, Riehen/Basel. Zusammen mit der Stiftung Kunsthaus Baselland und der gegenwärtigen Direktorin Initiant des aktuellen Projekts Neues Kunsthaus auf dem Dreispitz, das von der nachfolgenden Präsidentin fortgeführt wird
seit 2017: Marina Meijer-von Tscharner, Therwil
Direktor*innen/Kurator*innen des
Kunsthaus Baselland
3.1998–2.2001: Andreas Baur
2.2001–7.2013: Sabine Schaschl
8.2013–heute: Ines Goldbach
Kunsthaus Baselland, April 2024. Foto: Pati Grabowicz
Träger
Träger der privat geführten Institution ist der Kunstverein Baselland, dem zahlreiche Künstlerinnen und Künstler, Kulturschaffende und interessierte Laien sowie Persönlichkeiten aus der Region Basel angehören. Die Bildungs- Kultur- und Sportdirektion des Kantons Basel-Landschaft (Amt für Kultur) unterstützt mit einem jährlichen Subventionsbeitrag den Betrieb. Die finanzielle Basis wird stetig durch Gesuche an Dritte erweitert, um Künstler*innen in ihrer Werkproduktion für ihre Ausstellungen im Kunsthaus Baselland zu unterstützen. Die Immobilie in Muttenz gehörte der gemeinnützigen Stiftung Kunsthaus Baselland. Zweck der Stiftung ist es, dem Kunsthaus Baselland sein Zuhause zur Verfügung zu stellen. Sie ist Bauherrin und Eigentümerin des neuen Kunsthaus auf dem Dreispitz, das 2024 nach zwei Jahren Bauzeit fertiggestellt wurde.
Netzwerk
Während der letzten Jahre konnte das Kunsthaus Baselland sein Netzwerk innerhalb der Basler Kunst- und Kulturszene, im internationalen Kontext, aber auch vermehrt zur Wirtschaft dank wichtiger Kooperationspartner sehr stark ausbauen. Zudem wurde der Kontakt zu Universitäten, insbesondere zur Fachhochschule Nordwestschweiz auf dem Dreispitz mit ihren unterschiedlichen Instituten, sowie zu Hochschulen und Akademien der Region wie Freiburg i.Br. oder Karlsruhe intensiviert. Auch der Bereich der Vermittlung und dabei die benachbarten Schulen und Fachhochschulen spielen eine immer stärkere Rolle für das Kunsthaus Baselland. Die breite internationale Wahrnehmung, die in den letzten Jahren intensiviert werden konnte, hat dazu geführt, dass das Kunsthaus auch mit Presse und Medien auf lokalem, nationalem und internationalem Niveau gut vernetzt ist.
